Wer seine Bedürfnisse in seinem Leben beachtet, erhöht seine Lebensqualität enorm. Doch nicht allen fällt der Umgang mit ihnen so leicht. Daher gebe ich dir In diesem Artikel 3 Tipps für den richtigen Umgang mit deinen Bedürfnissen.

Jeder Mensch hat ganz individuelle Bedürfnisse. Die einen mögen einen ruhigen Raum lieber, die anderen fühlen sich erst richtig gut, wenn es voll und laut ist. Manche brauchen einen aufgeräumten Schreibtisch, um kreativ arbeiten zu können, jemand anderes bevorzugt dagegen das totale Chaos. Was aber alle gemeinsam haben: ihnen geht es erst gut, wenn ihre Bedürfnisse befriedigt werden.

Leider achten noch viel zu wenig Menschen auf ihrer Bedürfnisse oder gehen falsch mit ihnen um. Damit du den Durchblick hast und den richtigen Umgang mit deinen Bedürfnissen erlernen kannst, habe ich dir drei typische Fehler im Umgang mit Bedürfnissen mitgebracht und zeige dir drei alternative und bessere Wege.

Fehler 1: Du ignorierst deine Bedürfnisse

Eigentlich kennst du deine Bedürfnisse genau, du weißt, was du brauchst, aber du ignorierst es. Den Grund dafür suchst du vor allem im Außen. Als Beispiel: Deine bevorzugte Arbeitsweise passt nicht zu der Firma, in der du arbeitest. Deswegen, passt du dich auf Biegen und Brechen an. Oder du gehst jeden Tag joggen, obwohl es dir nicht gut bekommt, weil es gerade modern ist und die Gesellschaft sagt, dass es wichtig ist.

 

Die Folgen:

Wenn du deine Bedürfnisse dauerhaft ignorierst, fühlst du innerlich schon schnell nicht mehr erfüllt, du lächelst weniger, deine Stimmung geht immer mehr nach unten oder dein Körper warnt dich bereits, du wirst häufiger krank, du fühlst dich schlapp und niedergeschlagen. Deine Produktivität auf der Arbeit geht zurück und du kannst nicht mehr die gewünschten Ergebnisse liefern.

 

Die Lösung: Du kennst deine Bedürfnisse und gehst auf sie ein

Zunächst ist es wichtig herauszufinden, was du für Bedürfnisse hast, um daraufhin auf sie einzugehen. Überlege zum Beispiel, was du brauchst, um produktiv arbeiten zu können und überlege, ob du sie bei deinem aktuellen Arbeitgeber berücksichtigen kannst. Oder wenn dir Joggen körperlich eher schadet als hilft, du aber nicht auf Sport verzichten möchtest, dann denke darüber nach, welche Sportart dir Spaß macht. Vielleicht ist es ja lieber ein Mannschaftssport. Was auch immer es ist, gehe auf deine Bedürfnisse ein und integriere sie in dein Leben, um dich rund um wohl zu fühlen.

Fehler 2: Du verheimlichst deine Bedürfnisse

Besonders in Partnerschaften aber auch auf der Arbeit neigen wir schnell dazu, unsere Bedürfnisse zurück zu schrauben oder gar zu verheimlichen, sei es aus Scham oder weil wir nicht glauben, dass wir sie umsetzen können.

 

Die Folgen:

Kurzfristig mag dich das vielleicht vor Diskussionen schützen, aber langfristig gesehen wird sich die Heimlichtuerei negativ aus dein Leben beeinflussen. Wenn du deinem Partner nie richtig sagst, was du brauchst, wirst du nicht nur nicht glücklich, es ist ihm gegenüber auch nicht fair. Er hat ständig das Gefühl, dass er dich nicht glücklich machen kann, er bekommt aber auch kein Feedback von dir, was er tun könnte, so sehr er auch etwas ändern möchte. Auch dein Chef auf der Arbeit kann deine Gedanken nicht lesen. Er sieht nur, dass du nicht zufrieden bist und nicht mehr so gut arbeitest.

 

Die Lösung: Teile deinem Gegenüber deine Bedürfnisse mit.

Wenn du deine Bedürfnisse klar kommunizierst, wirst du schnell sehen, dass dein Umfeld und deine Liebsten sogar sehr gerne auf deine Bedürfnisse Acht nehmen. Dein Chef erkennt vielleicht ganz neue Möglichkeiten wie du besser arbeiten kannst und dich wieder wohl auf der Arbeit fühlst. Dein Partner weiß nun, worauf er achten kann oder was er dir geben kann, um deine Bedürfnisse zu befriedigen. Sie haben nun alle die Chance bekommen, dir dein Leben besser gestalten zu können und du bist mit deinem Frust nicht allein, sondern findest Lösungen.

Fehler 3: Du setzt deine Bedürfnisse ohne Rücksicht auf andere durch

Viele machen den Fehler, sich nur noch auf ihre Bedürfnisse zu konzentrieren und sich nicht mehr mit ihrem Umfeld zu beschäftigen. Was andere von ihrem Verhalten denken, interessiert sie nicht mehr, da sie glauben, glücklich zu sein, nur weil ihre Bedürfnisse befriedigt werden.

 

Die Folgen:

Im Zusammenleben mit anderen, wirkt es aber schnell sehr egoistisch, wenn du dich allein auf dich konzentrierst und vielleicht schadest du damit sogar anderen. Viele fühlen sich vor den Kopf gestoßen, wenn sie etwas vorschlagen und du ablehnst, weil das nicht zu dir passt. Wenn dich dein Partner z.B. fragt, ob ihr zusammen schwimmen gehen wollt, du Schwimmen aber nicht magst und dann direkt ablehnst, ist dein Partner bestimmt traurig.

 

Die Lösung: Du findest Wege, deine Bedürfnisse zu leben, ohne andere dabei zu verletzen

Besser als alles abzulehnen, was nicht zu deinen Bedürfnissen passt, ist es, einen Kompromiss zu finden. Wenn dir der Vorschlag deines Gegenüber nicht gefällt, so versuche doch einen Gegenvorschlag zu machen, der die Bedürfnisse von beiden berücksichtigt. Bei dem Schwimmbeispiel könnte es eine Lösung sein, dass ihr gemeinsam zum Schwimmen fahrt, dein Partner schwimmt und du setzt dich lieber auf eine Liege und liest. Dann seid ihre beide zusammen da gewesen und konntet die Zeit so genießen, wie es euch glücklich macht.

 

Fazit:

Gegen deine Bedürfnisse zu arbeiten ist weder gesund noch lässt es dich wachsen. Versuche also regelmäßig zu überprüfen, ob deine aktuelle Lebenssituation noch zu deinen Bedürfnissen passt oder ob du ggf. etwas ändern kannst. Es ist wichtig, auf dich zu achten, denn du bist die wichtigste Person in deinem Leben und nur wenn es dir gut geht, kannst du für andere da sein und für dich selbst.

 

deine    Jana