Alle sprechen davon, dass du deine Komfortzone verlassen sollst. Leichter gesagt als getan als hochsensible Person. Jeden Tag lauern schon an jeder Straßenecke neue Herausforderungen. Sich zu verkriechen bringt aber auch nichts. Daher möchte ich dir heute gute Gründe geben, es trotzdem zu tun und dir 5 Tipps auf dem Weg geben, wie es uns sensiblen Frauen leichter fällt. Und was hat überhaupt das Spiegelei im Titelbild zu suchen? Finde es heraus!

„Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe!“

– Pippi Langstrumpf –

Was ist deine Komfortzone?

Die Komfortzone ist der Bereich, in dem du dich sicher fühlst und der dir bekannt ist. Das kann sowohl physisch gemeint sein wie beispielsweise dein Zuhause oder wie nah sich dir jemand annähern darf, bis es dir unangenehm wird. Oder auf Gedankenebene, wenn du dich lieber nur in bekannte Situationen begibst, nichts neues probierst und nur auf vorhandene Erfahrungen zurück greifst.

Wo die Grenzen deiner Komfortzone liegen, bestimmen deine Erfahrungen, Gewohnheiten sowie dein Selbstvertrauen, deine Glaubenssätze und deine Risikobereitschaft. Das macht sie einzigartig und du solltest sie niemals mit anderen vergleichen.

Kurz gesagt:

  • Wenn es dir leicht fällt und du dich dabei wohl fühlst, etwas zu tun, bewegst du dich innerhalb deiner Komfortzone.
  • Sobald du es als ungangenehm empfindest, etwas tun zu wollen, bist du am Rand deiner Komfortzone angekommen.
  • Tust du es dann trotzdem, hast du deine Komfortzone verlassen.
  • Das nächste Mal fällt es dir aufgrund deiner Erfahrung leicht, diese Sache zu tun und du hast deine Komfortzone erweitert.

 

Warum ist es so schwer, sie zu verlassen?

Niemandem fällt es leicht, sich aus seinem sicheren Bereich zu entfernen. Alles, was nicht unserer Gewohnheit entspricht, bedeutet erst einmal Stress und benötigt Konzentration. Dein Körper ist aber nicht darauf ausgerichtet, sich in gefährliche Situationen zu begeben. Es könnte ja ein gefährliches Tier draußen auf dich warten. In der Höhle fühlst du dich sicherer.

Schritt ins Unbekannte = Stress & Gefahr

Deswegen finden wir es von außen betrachtet immer sehr beeindruckend oder sogar leichtsinnig, wenn sich ein Extremsportler den nächsten Adrenalin-Kick nach dem anderen holt.

Zudem sind wir Menschen Gewohnheitstiere, die gerne in ihren Routinen bleiben. Dennoch ist es noch mal ein Unterschied, ob du nur deinen inneren Schweinehund besiegen musst oder ob du deine Komfortzone verlassen möchtest. Das eine vermeidest du aus Faulheit. Sich mit deiner Komfortzone auseinanderzusetzen, heißt hingegen, sich mit dir, deinen Ängsten, Bedürfnissen und deinem Mut zu beschäftigen.

Wer es nicht gewohnt ist, sich und sein Verhalten zu reflektieren und nicht über viel Selbstvertrauen verfügt, wird es so gut es geht vermeiden, Situationen einzugehen, die ihm nicht bekannt vor kommen.

Negative Glaubenssätze können ebenso dazu beitragen, dass du dich nicht aus deiner Komfortzone traust. Sagst du dir immer wieder „das schaffe ich eh nicht“, wirst du nie genug Mut und Kraft aufbringen können, um den ersten Schritt zu wagen.

Deine innere Einstellung ist also sehr wichtig für den Umgang mit deiner Komfortzone.

Für Hochsensible ist es besonders schwer

Insbesondere hochsensible Frauen haben oft Schwierigkeiten, ihre Komfortzone zu verlassen. Daran kann es liegen:

  • sie sind bereits von Natur aus vorsichtiger
  • sie verlassen die Komfortzone nur ungerne aus Selbstschutz, da sie schon die meiste Zeit ungeschützt durchs Leben gehen müssen und auf weitere Überraschungen verzichten wollen
  • sie brauchen einen sicheren und stressfreien Raum für ihre Gesundheit
  • ihr Kopf ist nie still und warnt sie in jeder Minute
  • die permanente Selbstreflexion und Risikoanalyse in ihren Gedanken hält sie vom eigentlichen Tun ab
  • viele haben einen introvertierten Charakter und mögen es nicht und sind es nicht gewohnt, etwas offensiv und außerhalb ihrer Komfortzone zu machen
  • viele leiden unter negativen Glaubensätzen wie „Hochsensible sind zu schwach für soetwas“ oder „persönliches Wachstum ist für erfolgreiche starke Menschen, ich bin schwach und kann aufgrund meiner Hochsensibilität nie erfolgreich sein.“

Welcher Grund bei dir auch immer vorliegen mag. Es ist wichtig, dass du ihn herausfindest, um dir eine Lösung zu überlegen. Keiner der oben genannten Gründe ist nicht veränderbar. Denk immer daran, dass dir deine Hochsensibilität nie im Weg stehen darf und es auch gar nicht kann. Nur du gibst ihr die Erlaubnis, ob sie eine Last oder ein Glück in deinem Leben ist.

Warum du deine Komfortzone verlassen solltest

Es gibt viele Gründe, warum wir uns dennoch die Mühe machen sollten, unsere Komfortzone zu verlassen. Gerade für uns hochsensible Frauen kann es eine richtige Chance sein, unser Leben neben unserer wundervollen Gabe noch stärker zu bereichern.

Gute Gründe sind:

  • deine Komfortzone zu verlassen bedeutet nicht, Sicherheit aufzugeben, sondern deinen Bereich lediglich zu erweitern, um dich Schritt für Schritt in verschiedenen Situationen wohler zu fühlen und als selbstverständlich anzusehen
  • ob das Unbekannte gut oder schlecht ist, wirst du erst herausfinden, wenn du dich ihm stellst und kennen lernst
  • du förderst dein persönliches Wachstum, entdeckst ungeahnte Möglichkeiten und baust noch mehr Wissen und Erfahrungen auf, auf die du zurückgreifen kannst
  • dein Selbstvertrauen und dein Mut wachsen enorm
  • deine Selbstliebe wird unterstützt
  • du lernst Eigenverantwortung für dein Leben zu übernehmen
  • du führst ein selbstbestimmtes Leben und bist weniger einflussbar von außen

Du siehst, wenn du deine Komfortzone verlässt, wirst du nicht nur dein Ziel erreichen, sondern baust dir Schritt für Schritt Mut, Selbstvertrauen und Stärke auf, um zukünftige Herausforderungen zu meistern. Es wird dein Leben sehr bereichern und dich neugierig machen, welche Möglichkeiten dir noch offen stehen.

Das Spiegelei Gesetz

Sollte dir der Effekt noch nicht deutlich genug gewesen sein, möchte ich es dir gerne anhand dieses Bildes deutlicher machen und dir das Spiegelei-Gesetz vorstellen:

Stell dir ein Spiegelei vor.

Das Eigelb symbolisiert deine Komfortzone, das Eiweiß deine Wachstumszone.

Frisch aus der Pfanne ist alles stabil wie auf dem Bild. Doch solltest du einmal in das Eigelb reinstechen, so läuft es aus, ohne, dass es wieder aufhören wird.

Genauso wie das zerstochene Eigelb wird sich deine Komfortzone immer weiter ausbreiten, wenn du sie einmal geöffnet hast. Davon gibt es kein Zurück und du wirst weiter an deinen Erfahrungen wachsen.

5 Tipps, um deine Komfortzone leichter zu verlassen

Gut, du hast jetzt verstanden, warum es so hilfreich für dich ist, wenn du dich traust, deine Komfortzone zu verlassen. Doch wie schaffst du das genau? Daher zeige ich dir jetzt wie versprochen 5 Tipps, die dir helfen werden, den ersten Schritt zu gehen und wie du langfristig an dir arbeiten kannst:

1. Achte auf eine positive Einstellung

Nichts hält uns mehr davon ab, als negative Glaubenssätze und ein pessimistischer Blick in die Zukunft. Fällt es dir schwer, an dich zu glauben oder daran zu denken, dass du Positives erfahren wirst, solltest du unbedingt an deiner inneren Einstellung arbeiten und dich darauf trainieren, positiv zu denken und dich zu stärken. Starte zum Beispiel mit dem Schreiben eines Erfolgstagebuchs. In diesem Artikel kannst du mehr erfahren.

2. Starte mit einem von dir gewählten Ziel

Manchmal müssen wir uns überwinden, Dinge zu tun, die wir nicht wollen. Um das Verlassen deiner Komfortzone zu trainieren und positive Erfahrungen zu sammeln, die dich langfristig stärken werden, ist es sehr wichtig, dass du mit etwas Leichtem startest. Es sollte ein Ziel sein, dass du erreichen möchtest und nicht von anderen verlangt wird. Damit steigerst du deine Motivation, am Ball zu bleiben und dich wirklich zu trauen, weiter zu gehen.

3. Unterteile große Ziele in kleine Zwischenziele

Manchmal erscheinen uns Herausforderungen so groß wie Berge und unüberwindbar. Was hilft, ist, sich den Weg bis zum Endziel in kleinere Abschnitte zu unterteilen. Das hat den Vorteil, dass du sie schneller erreichst, positiven Erfolg sammelst und damit positiv und Schritt für Schritt deinem großen Ziel näher kommst. Bis du es schließlich erreichst.

4. Kenne deine Grenzen

Niemand sollte über seine Grenzen hinausgehen, wenn es ihm Schaden zufügt. Merkst du für dich, dass eine absolute Grenze erreicht ist, dann zwing dich nicht, weiter zu gehen. Besonders wir hochsensiblen Personen sollten uns nicht in derlei Stresssituationen begeben.

Dafür musst du allerdings auf deine innere Stimme hören können und deine Grenzen und Bedürfnisse kennen. Frag dich, wo du keine Kompromisse eingehen möchtest, wann du körperliche Beschwerden bemerkst oder wonach du dich schlechter fühlst. Schreibe sie am besten auf und überprüfe hin und wieder, ob die Liste noch aktuell ist. Klarheit über dich ist der Schlüssel zum Wachstum.

5. Such dir Unterstützung

Kommst du alleine gar nicht weiter und weißt einfach nicht, wo du anfangen sollst, dann ist es sehr hilfreich, wenn du dir Unterstützung von Außen holst. Ein Coach ist dafür da, deine Transformation zu begleiten und zu unterstützen und kann dir wertvolle Tipps und Tricks zum richtigen Zeitpunkt geben.

Leider sehen das viele noch als Schwäche oder sie glauben, dass sie versagt haben, weil sie Hilfe benötigen. Aber das stimmt nicht. Wenn dein Auto repariert werden musst und du keine Ahnung davon hast, bringt du es schließlich auch zu Experten in eine Werkstatt. Niemand ist aber wertvoller für dich als du. Behandel dich also wertschätzend und erlaube dir Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Schreib mir gerne, wenn du dabei Hilfe benötigst.

Fazit

Unsere Komfortzone zu verlassen ist nicht immer leicht. Die gute Nachricht: du kannst es trainieren und es wird mit der Zeit leichter. Es lohnt sich, den Mut aufzubringen, um persönliches Wachstum und ungeahnte Möglichkeiten freizumachen. Für uns hochsensiblen Frauen kann es sinnvoll sein, sich zunächst mit der inneren Einstellung zu beschäftigen und innere Blockaden zu lösen. Wenn du es geschafft hast, wirst du dafür mit Selbstvertrauen belohnt, dass du nutzen kannst, um die nächste Herausforderung zu meistern und leichter durchs Leben zu gehen.

Trau dich und geh den nächsten Schritt,

deine Jana

PS: Diese Woche gibt es jeden Tag einen Post zum Thema Komfortzone auf meinem Instagram-Kanal. Schau also unbedingt vorbei, wenn du noch mehr erfahren möchtest.

Deine Autorin: Jana

Viele Jahre habe ich meine sensible Seite als Schwäche gesehen, bis ich erkannt habe, welches Geschenk wir sensiblen Frauen doch erhalten haben. Denn wir leisen Frauen können ganz stark sein. Deswegen möchte ich dich auf deinen Weg in ein selbstbestimmtes und leichtes Leben begleiten und dir zeigen, wie ich es geschafft habe und du es auch schaffen kannst. Erfahre mehr…