Wie kann ich etwas lieben, was jahrelang mein Feind war? Das wirst du dich wahrscheinlich gefragt haben, als du diesen Titel gelesen hast. Selbstliebe und Akzeptanz schön und gut. Aber die eigene Hochsensibilität annehmen? Schwierig.

Damit das nicht so bleibt und du dich rund um MIT Hochsensibilität wohlfühlst, möchte ich dir heute 5 Tipps an die Hand geben, wie dir die Selbstannahme leichter fallen wird.

Was ist Selbstannahme?

Dich selbst anzunehmen ist ein sehr komplexes Thema mit vielen Komponenten, die eine wichtige Rolle spielen (um nur ein paar zu nennen: Glaubenssätze, negative Erfahrungen, Trauma, Misserfolge, Selbstvertrauen, Selbstliebe,…).

Doch im Kern geht es darum, dich so zu akzeptieren, wie du bist. Und dazu gehören auch Seiten, die dir nicht gefallen.

Müssen die negativen Seiten bleiben?

Nein. Denn auch das gehört zur Selbstannahme dazu. Sich bewusst zu machen: Ok, die Hochsensibilität belastet mich in vielen Bereichen und wir werden Wege finden, um daraus zu kommen. Doch bis dahin werde ich meine Sensibilität nicht verachten.

 

Es fällt schwer zu fliegen, wenn dich eine Last nach unten zieht…

Warum ist Selbstannahme wichtig?

Selbstannahme ist der Grundstein für eine innere Balance. Nehmen wir uns selbst nicht an, wird immer ein Teil von uns nach unten gezogen werden, egal wie sehr wir uns anstrengen.

Für kurze Momente reicht es aus, nur einen Teil zu akzeptieren. Doch langfristig gesehen, wirst du immer spüren, dass dir irgendetwas fehlt bzw. blockiert.

Wenn dein Fokus permanent auf etwas Negativem liegt, verlierst du den Blick für die positiven Dinge. Daher wähle den besseren Weg und arbeite mit dir statt gegen dich.

Gerade Hochsensible sollten auf eine gesunde Selbstannahme achten, da die Gesellschaft sie leider immer noch viel zu häufig in eine Position des Schwächeren sieht.

Sei schlauer als die Gesellschaft und zeige ihr, dass du dich akzeptieren kannst und wundervoll bist. Damit steigt die Chance, dass es nicht nur dir, sondern eben auch anderen leichter fällt, Hochsensible zu akzeptieren. Sei ein Teil dieser Bewegung und geh mit gutem Beispiel voran.

Möchtest du lernen wie du besser auf deine Bedürfnisse eingehen kannst?

Dann schau dir gerne diesen Blogartikel von mir an:

Erfahre mehr:

Warum fällt uns Selbstannahme so schwer?

Für viele Hochsensible ist es nicht leicht, sich anzunehmen.

Hochsensibilität ist nicht einfach nur eine Charaktereigenschaft oder ein optisches Merkmal wie rote Haare. Hochsensibilität bleibt und beeinflusst alle Lebensbereiche. Egal ob Liebesleben, Beruf, alltägliche Situationen – wir merken immer, dass die Sensibilität eine Rolle spielt und uns in unseren Entscheidungen und Handlungen beeinflusst.

Das ist für viele sehr belastend, da es keinen Moment der Ruhe gibt. Was viele dabei aber nicht verstehen, ist, dass es nichts bringt, sich über diesen Zustand zu ärgern.

Hochsensibilität ist keine Einbahnstraße. Es gibt viele Möglichkeiten, die negativen Auswirkungen wie Reizüberflutung oder Gedankenspiralen zu vermeiden und die positiven Seiten für sich zu nutzen.

Doch dafür darfst du in die Eigenverantwortung gehen und das braucht eine klare Entscheidung und ein bisschen Mut. Davor scheuen sich viele.

So kannst du deine Hochsensibilität annehmen

Doch wie kannst du dich nun leichter annehmen? Das möchte ich dir mit 5 persönlichen Tipps gerne erklären:

5 Tipps

Diese Tipps werden dir schrittweise helfen, deine Hochsensibilität anzunehmen:

1. Kenne die positiven Seiten deiner Hochsensibilität

Bist du dir der positiven Seiten deiner Hochsensibilität eigentlich bewusst? Wie möchtest du etwas als positiv annehmen, wenn du nicht weißt, was so toll daran ist?

Das kannst du tun: Überlege dir, wann dir deine Hochsensibilität schon einmal bei etwas geholfen hat oder was du besonders schön an ihr findest. Schreibe diese Dinge ruhig auf. Siehst du sie visualisiert, prägen sie sich in deinem Unterbewusstsein besser ein.

2. Verändere den Blick auf deine Hochsensibilität

Kennst du diese Menschen, die ausschließlich muffelig und schlecht gelaunt durch die Welt gehen? Sie würden selbst der schönsten Sache der Welt keine Beachtung schenken oder begeistert sein.

Das kannst du tun: Versuche deine Sicht auf deine Hochsensibilität umzudrehen. Anstatt immer nur über die negativen Seiten zu klagen, kannst du bewusst im Alltag die positiven Dinge fokussieren, die deine Sensibilität dir schenkt. Es reicht schon, wenn es die kleinen Dinge sind.

Z.B.: Ich freue mich jedes Mal riesig, wenn ich ein gutes Essen dreimal so stark genießen kann oder mich mein vernetztes Denken mal wieder weiterbringt. Was ist es heute bei dir?

3. Wage dich an die negativen Seiten heran und suche Lösungen

Was bei all der Positivität nicht vergessen werden darf: deine negativen Gefühle für deine Hochsensibilität sind echt und sie haben Ursachen, die du nicht einfach ignorieren darfst. Dahinter stecken die unterschiedlichsten Dinge wie traumatische Erlebnisse, feste negative Glaubenssätze oder einfach nur Unwissenheit.

Das kannst du tun: Schnapp dir ein Blatt Papier und einen Stift und schreibe oder zeichne dir alles auf, was du an deiner Hochsensibilität schrecklich findest.

Danach überlegst du dir, welche dieser Punkte du gerne auflösen möchtest. Wähle dafür deine Top 3 und fange an, für diese Favoriten Lösungen zu suchen. Melde dich hier gerne, wenn du dabei Unterstützung benötigst.

4. Frage andere, was sie an dir schätzen

Manchmal kann es sehr Augenöffnend sein, seine Gedanken mit anderen zu teilen und andere Sichtweisen zu hören.

Das kannst du tun: Frage Freunde oder Familie, was sie an deiner sensiblen Art schätzen. Du wirst die spannendsten Dinge hören!

5. Starte in kleinen Schritten

Kein Meister ist vom Himmel gefallen. Gerade die Arbeit mit dem Unterbewusstsein benötigt Zeit. Es ist ein Prozess, kein Marathon.

Das kannst du tun: Setze dir nur kleine Teilziele z.B. in 2 Wochen möchte ich nicht mehr so erschöpft aus dem Zug aussteigen statt in zwei Wochen möchte ich keine Reizüberflutung mehr spüren.

Zum Schluss:

Selbstannahme kann herausfordernd sein, insbesondere, wenn unsere negative Sicht über Hochsensibilität sich seit Jahren festgefahren hat.

Damit du mehr Leichtigkeit in deinem Leben spüren kannst, ist es allerdings von großer Bedeutung, deine Hochsensibilität anzunehmen. Du musst sie nicht lieben, aber du darfst sie akzeptieren und ganz wichtig respektieren.

Trau dich, den ersten Schritt zu gehen. Du wirst sehen, es lohnt sich!

Deine           Jana

Deine Autorin: Jana

Viele Jahre habe ich meine sensible Seite als Schwäche gesehen, bis ich erkannt habe, welches Geschenk wir sensiblen Frauen doch erhalten haben. Denn wir leisen Frauen können ganz stark sein. Deswegen möchte ich dich auf deinen Weg in ein selbstbestimmtes und leichtes Leben begleiten und dir zeigen, wie ich es geschafft habe und du es auch schaffen kannst. Erfahre mehr…